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Kurz nach der Wende haben sich in Neudöbern einige alte und neue Bewohner bei einem Arbeitseinsatz am damals noch verwilderten Teich zusammen- gefunden, um ein erstes Zeichen für die Gemeinschaft zu setzen. Alle die damals das erste Mal mitgemacht haben, waren sich einig, es müsse endlich etwas getan werden, um das Aussehen unseres Heimatdorfes zu verbessern. Rückblick: Durch die Nähe zum Tagebau Greifenhain konnte sich in den achtziger Jahren der Wasserspiegel von unseren ehemals schönen Teichen nicht halten, einer nach dem anderen trocknete aus. Auch die Quellen am Rand vom Mühlenteich, am Bahnübergang (Richtung Schöllnitz) und in Rettchensdorf versiegten. In den darauf folgenden Jahren wurden überall Bergbauschäden sichtbar. Es starb fast der komplette alte Erlenbestand am Rande des Teiches ab. Den großen Eichen und Kastanien ereilte das gleiche Schicksal. Überall standen oder lagen vertrocknete Bäume. Der Teich wuchs stellenweise zu. An einigen Stellen sah es sogar wie auf einer Müllkippe aus. Das Wehr war defekt und die Uferbefestigung durch liebe Nagetiere und vom Zahn der Zeit beschädigt. Die normale Flora und Fauna an einem funktionierenden Teich gab es nicht mehr. Ende 1993 begann sich aber etwas am Teich zu regen. Aus dem Erlenbruch kam endlich wieder Wasser, erst nur durch feuchte Stellen sichtbar. Im Jahr 1994 füllte sich langsam der Fließ aus Richtung Rettchensdorf auf der Seite von Neudöbern. Die alten Quellen schienen sich zu erholen. Der Erlenwald entlang der Bahnstrecke Senftenberg- Lübbenau füllte sich langsam mit dem aufsteigenden Wasser. Auf der anderen Bahnseite in Rettchensdorf wurde es auch zunehmend feuchter, der Durchlass unter dem Gleis führte Ende 1995 endlich wieder Wasser. Was keiner für möglich gehalten hatte, geschah. Trotz der Nähe zum geschlossenen Tagebau Greifenhain stieg der Wasserspiegel wieder an. Leider vermischte sich an vielen Stellen das aufsteigende Wasser mit Eisenoxid führenden Schichten, was sich in der roten Farbe und durch Verschlammungen im Fließ zeigte. Im Frühjahr 1995 reinigten einige Anlieger und die ABM- Kräfte der Gemeinde den alten Fließ zur Mühle von Unrat und Gestrüpp. Die ersten Uferbefestigungen erfolgten dann fast zur gleichen Zeit. Im März 1995 hatte sich vor dem Wehr eine große Wasserlache angesammelt. Der Fließ wurde im Bereich der Bahnstrecke bis zur Verrohrung (Zuwegung Teich Westseite) durch den Wasser- und Bodenverband von niedrigen Baumwuchs und Verkrautung befreit und komplett instandgesetzt. Das Wasser konnte nun ungehindert aus Richtung Rettchensdorf zum Mühlenteich fließen. Aus unserem ersten Arbeitseinsatz wurden viele weitere und die erzielten Ergebnisse lassen sich sehen. Das Wehr haben wir neu aufgemauert und mit einem Geländer versehen. Der Teich wurde ausgeschoben und die Befestigungen am Wehr mit Feldsteinen verstärkt. An der Straße und am Weg zur Anlegestelle verbauten wir mit Hilfe von Rubinienstämmen und Faschinen die defekten Uferbereiche. Fehlendes Erdreich wurde aufgefüllt und verdichtet. Die Fläche an der Anlegestelle gestalteten wir neu und säten Rasen ein. An der Straße wurden neue Bäume gepflanzt. Bei einem dieser Arbeitseinsätze im Frühjahr 1997 wurde die Idee geboren, wenn wir schon einen schönen Teich besitzen, dann brauchen wir auch ein Teichfest, denn wer viel leistet, muss auch mal feiern. Die neu gestaltete Rasenfläche an der Bootsanlegestelle bot sich gerade dazu an. Es wäre genug Platz für eine Tanzfläche, Sitzgelegenheiten und für alles andere, was man so an Fläche für ein Teichfest braucht. Gesagt getan, aus der Idee wurde Wirklichkeit. Im Sommer 1997 hatten wir unser 1. Teichfest und bis heute findet jedes Jahr am Mühlenteich in Neudöbern das Teichfest an 2 Tagen statt. Ein Teichfest allein ist natürlich nicht alles. Immer mehr Ideen und Hinweise auf alte Traditionen wurden von uns verwirklicht. Jedes Jahr findet nun ein Zamperumzug, eine Osterwanderung, das Osterfeuer, das Maibaum aufstellen und das Teichfest statt. Zum Jahresende freuen sich die Kinder auf Halloween und die Kinderweihnachtsfeier. So ist jedes neue Jahr ausgefüllt mit viel gemeinnütziger Arbeit, um die zur Tradition gewordenen Veranstaltungen durchzuführen. An dieser Stelle möchten wir allen danken, die uns mit finanzieller Hilfe und Muskelkraft unterstützten.
Im April 2001 beschlossen wir die Gründung eines Vereins. Der Vereinsname “Neudöbern 1300 e.V.” resultiert aus der ersten Erwähnung unseres Dorfes Neudöbern in den alten Kirchenunterlagen der evangelischen Kirche Altdöbern. Am 20.04.2001 fand die Gründungsversammlung in Schöllnitz statt. Unser Verein wurde an diesem Tag gegründet und es traten 25 Gründungsmitglieder in den Verein ein. *****
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